DSL
DSL ist die Abkürzung für Digital Subscriber
Line. Man kann sagen, DSL ist die Nachfolgetechnologie
für ISDN nur mit dem Unterschied, dass bei DSL wesentlich
mehr Daten übertragen werden können. Bei beiden
Technologien, also ISDN oder DSL werden die (Internet)
Daten digital übertragen und bei beiden Technologien
werden die alten Kupferleitungen
der herkömmlichen Telefonleitungen genutzt.
ISDN ist die Nachfolgetechnologie der analogen Datenübertragung
über die Telefon-Kupferleitungen. Diese Technologie
ist nur in Europa zu finden, erlaubte aber nur eine
Datenübertragung von maximal 64 Kilobit pro Sekunde,
allerdings konnten über ISDN gleichzeitig auch
zwei Kanäle genutzt werden. Somit kam der User
immerhin auf eine theoretische Geschwindigkeit von bis
zu 128 KBit/s, während Analog lediglich 56 KBit/s
erlaubte.
Durch die Einführung der DSL-Technologie boten
sich plötzlich allerdings ganz andere Möglichkeiten.
In den ersten Jahren der Einführung (ab 2001) wurde
auf dem DSL-Markt
noch mit einer Hochgeschwindigkeitsleitung von bis zu
768 KBit/s geworben, dann 1024 KBit/s, dann 2048 KBit/s,
dann 3000 KBit/s und dann 6 Mbit/s. Zwischenzeitlich
liegen die Standard-Geschwindigkeiten bei den regulären
DSL-Verbindungen bei 2, 3 oder 6 MBit/s, also bei 2.048,
bei 3.096 KBits oder bei 6.144 KBit/s.
Bei diesen Geschwindigkeiten ist dann Schluss, wenigstens
bei den Angeboten mit der Bezeichnung "DSL".
Höhere Geschwindigkeiten haben Sie bei ADSL2+ (bis
16 MBit/s) oder auch VDSL (über 50 MBit/s).
Bei den reinen DSL Verbindungen findet man verschiedene
Bezeichnungen, hinter denen letztlich aber immer die
gleiche Technologie steck. Neben der Bezeichnung DSL
findet man auch:
ADSL
Der Buchstabe "A" vor der DSL-Bezeichnung
bedeutet eigentlich nichts anderes als "Asymmetric",
also asymmetrisch. Mit Asymemtrisch sind die verschiedenen
Down- und Upload-Geschwindigkeiten gemeint. So finden
Sie beispielsweise Provider-Angebote, die eine Download-Geschwindigkeit
von 2048 KBit/s bieten, aber nur 128, bzw. 248, bzw.
586 KBit/s im Upload. Vergleichbare Angebote und Unterschiede
im Down- und Upload-Bereich finden Sie dann auch bei
den höheren Geschwindigkeiten. ADSL unterscheidet
sich geringfügig von der reinen DSL-Technologie.
Sie wurde von der US-amerikanischen Firma "Motorola"
(in Deutschland überwiegend als Handy-Hersteller
bekannt) entwickelt und erlaubt letztendlich über
ADSL2+ Geschwindigkeiten von bis zu 16 MBit/s.
SDSL
Der buchstabe "S" vor der DSL-Bezeichnung
bedeutet "symmetrisch", ganz genau "Symmetrical
single pair". Bei den symmetrischen Datenleitungen
sind die Down- und Upload-Geschwindigkeiten gleich.
Derartige Leitungen wurden und werden im DSL-Markt zumeist
an Business-Kunden, also Firmen verkauft. Oft werden
derartige Pakete in Kombination mit einer festen IP-Adresse
angeboten, bis dato ein Luxus bei den knappen IP-Adressen
im IPn4 Format und entsprechend teuer waren dann auch
derartige Paket-Angebote.
HDSL
HDSL ist die Abkürzung für High Data Rate
DSL und basiert auf die normale DSL-Technologie. HDSL
erlaubt(e) Datengeschwindigkeiten von bis zu 2048 KBit/s
und wurde in den (DSL) Anfängen hauptsächlich
für Standleitungen, also symmetrische Verbindungen
eingesetzt.
VDSL
VDSL steht für die Abkürzung "Very High
Data Rate Digital Subscriber Line" und ist (bis
jetzt) die DSL-Technik der Zukunft. Bekannt wurde VDSL
hauptsächlich durch die Ankündigung und Umsetzung
der Deutschen Telekom, sie würde zunächst
in 50 deutschen Großstädten VDSL-Netze errichten
wollen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s
ermöglichen. Hierfür stellte die Telekom dann
mehr als drei Milliarden Euro bereit. Seit dem Jahr
2008 werden derartige Leitungen von der Telekom vermarktet,
zwischenzeitlich auch von der Telekom-Konkurrenz. Mit
diesen Leitungen ist auch Internet-Fernsehen möglich.
VDSL kann sowohl asymmetrisch als auch symmetrisch genutzt
werden.
CDSL
CDSL steht für die Abkürzung "Consumer
Description Subscriber Line". CDSL ist eine ADSL-Variante,
die etwas langsamer ist. Die maximal mögliche Bandbreite
beträgt etwa ein Megabit pro Sekunde. CDSL hat
dafür den Vorteil, dass der Kunde keinen DSL-Splitter
benötigt, da es sich um eine eigenständige
Übertragungstechnologie handelt.
IDSL
IDSL steht für die Abkürzung "Internet
Digital Subscriber Line". Es ist ebenfalls eine
Technologie die auf DSL basiert, aber auch nur eine
Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Megabit
pro Sekunde ermöglicht.
RADSL
RADSL steht für die Abkürzung "Rate-Adaptive
DSL" und ist eine von der Firma Westell entwickelte
Technologie, die mit der ADSL Technologie vergleichbar
ist. Eine integrierte Software sorgt dafür, dass
auf Kundenseite die maximal mögliche Datenrate
ermittelt wird und sich dadurch die Zentralstellen der
Dienstleister darauf einstellen. Das so genannte FlexCap2-System
ermöglicht allerdings nur Übertragungsgeschwindigkeiten
von bis zu 2,2 MBit/s.
TDSL
Bei TDSL handelt es sich um die ganz normale DSL-Technologie,
wird (wurde) aber sowohl auf der Basis von DSL als auch
ADSL angeboten. Der Buchstabe "T" bedeutet
eigentlich nichts anderes als die Kennung der Deutschen
Telekom wie (T-Online, T-Com oder jetzt T-Home und T-Mobile).
xDSL
Wenn Sie "xDSL" lesen, dann sind damit die
verschiedenen Technologien gemeint, die oben bereits
beschrieben sind. Das "x" kann damit auch
durch die Buchstaben A, S, H oder V ersetzt werden.
|