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Glasfaser, die supermoderne Technik
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sollte man meinen. Nach der Wende sollte Deutschland
mit Power
Speed nach oben gebracht werden und dazu gehörten
im Osten die hochmodernen Glasfaser-Leitungen. DSL lag
bei der US-amerikanischen Telefongesellschaft AT&A,
den Bell Laboratories und Bellcore, noch in den Kinderschuhen
und so wollte die Deutsche Bundesregierung mit der ultimativen
Technik einen ultimativen Start für Deutschland
hinlegen.
Nach dem Fall der Mauer im Jahre 1989 und der Zusammenführung
beider deutscher Staaten begann die Deutsche Bundesregierung
mit dem "Aufbau Ost". Die Drehwähltechnik
in den Vermittlungsstellen wurde auf Digital-Technik
umgestellt. Durchgeführt und umgesetzt wurden diese
Arbeiten seinerzeit durch die Firma ke aus Hannover
in Zusammenarbeit mit dem Netzwerkausrüster Alcatel
und den Firmen Bosch und Siemens.
Um die enorme Umstrukturierungsarbeiten überhaupt
zu stemmen, griff man dabei auf die (immer noch vorhandenen)
alten Kupferadern der Telefonleitungen zurück;
lediglich die Hauptstränge wurden in Glasfasertechnik
verlegt. Daraus ergab sich eine hybride Infrastruktur,
die so genannte HYTAS. Für die Netze formten sich
Namen wie "ISIS-In-", "ISIS-Outdoor"
oder auch "OPAL" als Kunstwort, eine Wortkreation
der Deutschen Bundespost. "ISIS" ist die Abkürzung
für "Integriertes System zur Bereitstellung
von Netzinfrastruktur auf optischer Basis", "OPAL"
steht für "Optische Anschlussleitung".
Beide Bezeichnungen stehen Pate für die FTTC-,
FTTH- und FTTB-Varianten der HYTAS-Technik.
HYTAS als sehr leistungsstarkes System sind, im Gegensatz
zu den Kupferleitungen daueraktiv geschaltet. Mit HYTAS
sind auch Datenübertragungen Übertragungen
im Standard ADSL,
HDSL, SHDSL (SDSL) möglich.
Das erste OPAL-Pilot-Projekt wurde bereits Mitte 1990
in Köln gestartet. Angeschlossen wurden seinerzeit
192 Haushalte. Kurz darauf wurde ein weiteres OPAL-Pilot-Projekt
in Leipzig eingerichtet und im Laufe der Wendejahre
wurde die OPAL-Technik in weiten Teilen ostdeutscher
Stadtteile eingerichtet. Mit den Erfahrungen aus den
östlichen Bundesländern schwappte dann die
OPAL-Technik auch in die westdeutschen Bundesländer
über; vorwiegend wurden dann Neubaugebiete mit
OPAL-Glasfaser ausgestattet. Insgesamt ergab sich dadurch
eine Anschlusszahl von rund zwei Millionen Haushalten.
In den Wendejahren der Anfang 1990er Jahren war an
ein derartiges Datenaufkommen im Netz das man heute
Internet nennt, gar nicht zu denken. Im Vordergrund
standen bis dahin Telefonleitungen. So konzentrierte
sich die Telekom dann auch auf ISDN als digitale Übertragungsart
für Telefongespräche und vernachlässigte
lange Zeit die bereits Ende der 1980er Jahre entwickelte
ADSL-Technik von der US-amerikanischen Unternehmen Bellcore
ADSL. Erst Ende der 1999er Jahre als sichtbar wurde,
dass immer mehr Daten aus dem sich neu entwickelten
Internet abgefragt wurden, ließ die Telekom das
ISDN-Modell mehr oder weniger fallen und konzentrierte
sich fortan auf die DSL-Technik. Vermarktet wurde diese
Technik zunächst unter der Bezeichnung T-DSL.
Die ADSL-Technik
jedoch basierte auf Kupferkabel und hier nun hatte die
Telekom ein Problem mit der Glasfasertechnik. Man hätte
jede Vermittlungsstelle für die so genannte letzte
Meile mit Umwandlern von Glasfaser auf Kupferkabel ausstatten
müssen und dieser Aufwand wurde angesichts der
enormen Kosten vermieden. Erst mit der neuen VDSL-Technik
ab 2007 wurden dann die ersten Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet
via Glasfaser versorgt. Die alte DSL- und ADSL-Technik
ist nicht leistungsfähig genug. Zwischenzeitlich
drängen die Kabelnetzbetreiber auf den Breitbandmarkt,
die teilweise über ihre Netze bereits Geschwindigkeiten
von bis zu 200 MBit/s bieten können.
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