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LTE bietet Übertragungsraten
von bis zu 300 MBit/s
Während UMTS als Datenkanal mit "3G"
(dritte Mobilfunk-Generation) und WiMAX als "3.9
G" (drei komma neun Mobilfunk Generation) umschrieben
wird, gilt die so genannte "Long Term Evolution"
(LTE) als vierte Mobilfunk-Generation (4G), wenn auch
viele LTE noch mit 3.9G betiteln. Vornehmlich um die
DSL-Breitband-Lücken in Deutschland zu schließen,
wurden von der Bundesnetzagentur im Mai 2010 insgesamt
vier Lizenzen für LTE-Netze an die deutschen Netzbetreiber
T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2-Germany vergeben.
Besser gesagt, die Mobilfunknetzbetreiber hatten die
Möglichkeiten, LTE-Lizenzen zu ersteigern und zahlten
hierfür insgesamt 4,4 Milliarden Euro.
Mit der Vergabe der Lizenzen wurden auch sehr lukrative
Frequenzen im Bereich um 830 MHz versteigert. Diese
Frequenzen kamen aus der so genannten "Digitalen
Dividende", also aus der Umstellung der Rundfunk
und Fernseh-Übertragungstechnologie von Analog
auf Digital, wobei bis zu 90 Prozent der bisher in Anspruch
genommenen Frequenzen nicht mehr benötigt wurden
(daher digitale Dividende). Über diese Frequenzen
und mit der neuen Technologie "Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing"
(OFDM) sowie "Multiple-Input-Multiple-Output-Antennentechnologie"
(MIMO) soll es möglich sein, Spitzendatenraten
von bis zu 300 MBit/s zu übertragen.
In einer Daten-Demonstration konnte die Münchener
Niederlassung von Nokia Siemens Networks bereits im
Jahre 2007 eine Datengeschwindigkeit von 108 MBit/s
nachweisen. 2008 zeigte der Netzausrüster Ericsson
auf dem Mobile World Congress in Barcelona Datenraten
von 25 Mbit/s für mobile Endgeräte. Im März
2008 vermeldete der in Japan ansässige Netzbetreiber
NTT DoCoMo eine erfolgreiche Demonstration mit Geschwindigkeiten
von bis zu 250 MBit/s.
LTE zeigt sich also tatsächlich als mögliche
Folgetechnologie der nächsten Generation. Inwieweit
diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden,
wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Bundesregierung
machte die Vergabe der LTE-Lizenzen davon abhängig,
dass die deutschen Lizenzinhaber die DSL-Breitbandlücken
in Deutschland bis Ende des Jahres 2010 mit einer Geschwindigkeit
von wenigstens einem MBit/s pro Haushalt zu schließen
haben. Dieser Termin wird bundesweit wohl nicht eingehalten
werden können. Immerhin hat die Deutsche Telekom
am 30. August 2010 den ersten LTE-Sendemast in Betrieb
nehmen können. Dieser Mast steht in Kyritz (Landkreis
Ostprignitz-Ruppin).
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