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UMTS-HSPA - Das schnelle Internet über mobile Endgeräte

HSDPA sorgt für schnelle UMTS-Downloadraten    

Rund 50 Milliarden Euro hat die Bundesnetzagentur im Jahre 2000 für die Vergabe von sechs UMTS-Lizenzen eingenommen, wobei letztlich vier Unternehmen ein UMTS-Netz in Deutschland aufgebaut haben. UMTS wird seit 2003 von den Unternehmen T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2-Germany angeboten und erlaubt einen mobilen Zugang zum Internet. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde ein Handy, Smartphone, Notebook, Netbook oder eBook nutzt.

Allerdings ist es sehr wohl ein Unterschied, welches Mobilfunknetz der Kunde nutzt und an welchen Orten er sich in Deutschland gerade aufhält. Aufgrund der enormen Einstiegskosten von (jeweils) rd. acht Milliarden Euro, haben die Mobilfunknetzbetreiber ihre Netze nämlich nicht bundesweit aufgebaut, sondern hauptsächlich nur in den lukrativen Regionen wie Ballungsgebieten, Großstädten oder auch Knotenpunkten wie Flughäfen, Bahnhöfe, Messegeländen oder besonders frequentierten öffentlichen Plätzen.

Auch in der Qualität der Netze gibt es teilweise große Unterschiede. Während T-Mobile und Vodafone ihre Netze bereits relativ weit ausgebaut haben, hinken die kleineren Netzbetreiber E-Plus und O2-Germany noch hinterher. Während E-Plus über sein gesamtes UMTS-Netz (Stand 2010) lediglich eine Datengeschwindigkeit von bis zu 384 KBit/s gewährleisten kann, wirbt Vodafone bereits mit bis zu 28,8 MBit/s (allerdings nur an ganz bestimmten Knotenpunkten wie großen Flughäfen oder Bahnhöfen).

Pauschal kann (2010) gesagt werden: T-Mobile sowie Vodafone gewährleisten über ihr gesamtes UMTS-Netz eine Datengeschwindigkeit von bis zu 3,6 MBit/s. In vielen Regionen sind diese Netze bereits für Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s gerüstet, an stark frequentierten Knotenpunkten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 14,4 MBit/s und (bei Vodafone) an einigen Punkten sogar mit einer Geschwindigkeit von bis zu 28,8 MBit/s. O2-Germany gewährleistet in seinem UMTS-Netz derzeit eine durchgängige Geschwindigkeit von bis zu 1,8 MBit/s, in vielen Regionen allerdings bereits Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 MBit/s. Nur der drittgrößte Mobilfunknetzbetreiber E-Plus hat sein UMTS-Netz noch nicht mit der Folgetechnologie HSPA (HSDPA = Download, HSUPA = Upload) aufgerüstet, hat aber im Jahre 2010 mit der Aufrüstung begonnen.

Die Einwahl ins UMTS-Netz und damit dann auch ins Internet wird dem User relativ einfach gemacht. Für Notebooks oder Netbooks stehen zumeist UMTS-Karten bereit, die über ein Kartenslot angeschlossen werden. Es ist allerdings auch möglich, ein UMTS-fähiges Handy als UMTS-Modem für Notebooks zu nutzen. Eine weitere Variante für Notebooks sind USB-Sticks, die oft auch in Kombination mit bestimmten Datentarifen abgegeben werden. Bei den UMTS-fähigen Handys und Smartphones werden zumeist UMTS-SIM-Karten eingesetzt.

UMTS mit einer Geschwindigkeit von zwischen 1,6 MBit/s und 28,8 MBit/s können sich durchaus mit DSL-Geschwindigkeiten messen und werden deshalb bereits als DSL-Alternativen angeboten. Besonders interessant sind dabei Regionen die bisher noch nicht mit Breitband-Festnetz erschlossen sind.



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