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WiMAX - Funkübertragungssystem fürs schnelle Internet

Es gibt WiMAX - Standards für Feststationen und mobile Endgeräte    

Eine weitere Variante fürs schnelle Internet bietet die so genannte WiMAX-Technologie. Bei WiMAX handelt es sich um ein Funkübertragungssystem, und zwar in Form von Richtfunk. Sendemast und Empfängermast müssen also quasi Sichtkontakt haben oder anders: zwischen Sende- und Empfangsmast dürfen sich keine störenden Hindernisse wie beispielsweise Baumansammlungen, Gebäude oder ähnliches befinden.

WiMAX wurde ursprünglich als Übertragungssystem für stationäre Endgeräte also Personal-Computer konzipiert, zwischenzeitlich gibt es allerdings auch einen Standard für mobile Endgeräte. Besonders der US-amerikanische Chip-Hersteller Intel macht sich für die WiMAX-Technologie stark und fördert in einigen Ländern den Aufbau solcher Netze mit Milliardenbeträgen. Besonders interessant sind WiMAX-Netze für Kunden die einen großen Wert auf große Übertragungsraten mit relativ kurzen Latenzzeiten (Ping-Zeiten) legen. Hierbei sind nicht nur Online-Gamer gemeint, sondern vielmehr Nutzer die das Netz für Videoübertragungen (Video-Konferenzen) nutzen möchten.

Labortests haben gezeigt, dass mit WiMAX Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 108 MBit/s über eine Entfernung von 50 Kilometer möglich sind, dieser Wert ist allerdings nur theoretisch. In der praktischen Anwendung sind störungsfreie Reichweiten von etwa zwei bis drei Kilometer realistisch. Und selbst bei diesen Entfernungen kommt es immer wieder zu Ausfällen (zu mindestens in Deutschland), weil die Funktechnologie doch sehr störanfällig gegenüber von Flugschneisen, Hochhäusern, Fernverkehrsstraßen über Hochbrücken usw. ist.

Dennoch gibt es in Deutschland einige WiMAX-Netze und WiMAX-Anbieter. Die ersten kommerziell angebotenen Netze wurden von der Firma "Deutsche Breitband Dienste GmbH (DBD) und Arcor ab 2005 angeboten. Die DBD startete beispielsweise am Unternehmensstandort Heidelberg und dann im Berliner Stadtteil Pankow. Später folgten Netze in den Städten Wuppertal, Dresden, Leipzig, Barsinghausen, Magdeburg, Dessau sowie Halle an der Saale. Arcor betreibt ein WiMAX-Netz in Kaiserslautern.

Obwohl die Bundesnetzagentur im Dezember 2006 an insgesamt sechs Unternehmen WiMAX-Lizenzen vergeben hat (Broadband-Wireless-Access-Lizenzen), lassen die Netz-Angebote der Unternehmen auf sich warten, teilweise wurden sie bereits wegen fehlender Nachfrage wieder eingestellt. So wurden beispielsweise die regionalen Lizenzen für Bayern von den Unternehmen "MGM Productions Group S.R.L." und "Televersa online" bereits wieder an die Bundesnetzagentur zurückgegeben. Im März 2010 gab der weltweit größte Netzausrüster Cisco sogar bekannt, kein weiteres WiMAX-Equipment mehr entwickeln zu wollen. Die in Deutschland bekanntesten Angebote nennen sich "MAXXonair" und "DSLonair".

In einigen Teilen Afrikas hat sich WiMAX allerdings erfolgreich durchsetzen können. So ist WiMAX beispielsweise seit einigen Jahren in Südafrika sehr beliebt und auch sehr verbreitet. Auch in Sierra Leone und Mosambik spielen WiMAX-Netze eine nicht unerhebliche Rolle in der Versorgung der Kommunikationsnetze.



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